Mitteilung aus dem molekulargenetischen Labor – UGT1A1-Genotypisierung bei Darmkrebs

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Irinotecan: Neue Leistung zur UGT1A1-Genotypisierung bei Darmkrebs zum 01.10.2022 (GOP32868)

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt vor Beginn einer systemischen Therapie mit irinotecanhaltigen Arzneimitteln (Wirkstoff: Irinotecanhydrochlorid 3 H2O) eine UGT1A1-Genotypisierung durchzuführen (siehe Rote-Hand-Brief vom 21. Dezember 2021).

Nach der Fachinformation kann eine UGT1A1-Genotypisierung hilfreich sein, um Patient*innen mit einem erhöhten Risiko für schwere Neutropenien und Durchfälle zu identifizieren.

Patientinnen, die langsame UGT1A1-Metabolisierer sind (z. B. homozygot für UGT1A128- oder 6-Varianten, wie beim Gilbert-Syndrom), haben nach einer Behandlung mit Irinotecan ein erhöhtes Risiko für schwere Neutropenien und Durchfälle. Dieses Risiko steigt mit der Dosis von Irinotecan. Eine Reduktion der Irinotecan-Anfangsdosis sollte bei Patientinnen mit verringerter UGT1A1- Aktivität in Betracht gezogen werden. Dies gilt insbesondere bei Verabreichung einer Initialdosis von über 180 mg/m² oder reduziertem Allgemeinzustand. Bei guter Verträglichkeit können nachfolgende Dosen erhöht werden.

Wir können als humangenetisches Labor diese Untersuchung ab sofort schnell und zuverlässig anbieten.

Wenn Sie Fragen haben oder Informationen in einem persönlichen Gespräch wünschen, dann stehen wir gern für Sie bereit. Sie erreichen uns unter +49 351 / 49 278900.

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